YFU-Erfahrungsbericht zum Auslandsjahr in den USA vom August 2014 bis Juni 2015

„Wie stellst du dir dein Auslandsjahr eigentlich vor?“ An diese Frage erinnere ich mich wie an keine andere vor meinem Abflug in die USA und ich konnte sie damals nur schwer beantworten. Genauso schwer fiel es mir allerdings die Gegenfrage ein Jahr später zu beantworten. „Du, wie war eigentlich dein Austauschjahr?“ Denn wie sollte ich anderen von etwas erzählen, über das ich mir selbst noch nicht im Klaren war?

Jetzt, knappe fünf Monate nach meinem Rückflug, weiß ich auf die Fragen zu antworten, tue es aber nicht. Nicht weil ich unfreundlich bin und keine Lust habe mich mit Leuten zu unterhalten, sondern weil ich es nicht kann. Die Menschen geben sich mit meinen Antworten zufrieden wie: „Es war schön, ich hatte schlechte Tage, doch im Großen und Ganzen war es eine super Erfahrung.“ Und eben das ist das Problem, das Große und Ganze. Ein Jahr in einem anderen Land mit einer anderen Kultur, anderer Sprache, anderen Werten und auch mit einem anderen Leon Kutscher. Ich habe so viel zu erzählen, über Situationen und Gefühle, doch kann es nicht, weil es niemand so verstehen wird wie ich. Auf der Nachbereitungstagung konnte man sich annähern, an die an die „Aufarbeitung“ wie man so schön sagt und es steht außer Frage, dass es geholfen hat, doch trotzdem wird keine Übung, keine Gruppenkonversation und kein Teamer (freiwillige Arbeiter bei YFU) mich mit meinen Gedanken dahin bringen, wo ich gerne hin würde. Das alles heißt aber nicht, dass ich nicht erzählen werde, über das Wichtige, denn darum geht es schließlich in diesem Bericht.

Ich lebte mit einer Familie in St. Louis, Missouri im mittleren Westen der USA. Dort hatte ich neben den Gasteltern auch einen Gastbruder in meinem Alter und einen Hund. Meine Familie war streng christlich und neben dem wöchentlichen Kirchengang wurden auch alle anderen Einstellungen, ob politisch oder moralisch von der Religion geprägt. „Was in der Bibel steht ist Gesetz.“ Ich pflegte meinen Glauben in Deutschland wie es die meisten anderen in meinem Alter auch tun. In der Kirche, zu Weihnachten und Ostern, und wenn gefragt wird, sage ich, dass ich glaube, aber etwas dafür tun ist nicht drin. Ständig kollidierten meine Meinungen mit denen meiner Gasteltern, doch ließ ich sie das nie wissen um den Haussegen nicht zu erschüttern. Also machte ich das mit mir selber aus und so änderte sich meine Einstellung zu Religion rapide. Ich erzähle dies alles so genau, da es für mich auch jetzt in Deutschland einen spürbaren Unterschied macht. Ich denke anders und handele anders, während kein Tag vergeht, an dem ich nicht die Erinnerungen an dieses Thema in meinem Auslandsjahr wieder hervorrufe. Trotz dieser Gegenseitigkeiten bin ich meiner Gastfamilie sehr dankbar, denn es ist nicht selbstverständlich jemand Fremdes für eine solch lange Zeit aufzunehmen.

Abgesehen von meiner Gastfamilie hatten so viele andere Menschen so viele verschiedene Einflüsse auf mich, gute wie schlechte. Es dauerte ein wenig, bis ich den wirklichen Anschluss finden konnte, doch durch Sport und zum Beispiel einer Deutsch AG war es nicht unmöglich. Am Wochenende sind wir oft herumgefahren, haben Leute getroffen und eine gute Zeit gehabt, an die ich mich gerne zurückerinnere. Auch hatte ich eine tolle Gemeinschaft von Seiten der YFU. Egal ob Däne, Finne, Polin oder Türkin, wir verstanden uns alle sehr gut und spielten zum Beispiel in der Freizeit zusammen Fußball oder hatten Pool-Partys im Sommer.

Kulturell finde ich Amerika auch äußerst interessant. Das amerikanische Essen habe ich zu lieben und schätzen gelernt, wobei ich nicht von Burger King oder Taco Bell spreche, sondern von Barbecue und Pizza. Wer nach Amerika fährt muss die Chicago Big Pizza und Pulled Pork auf jeden Fall probieren. Genauso wie „Maccaroni and Cheese“, meine drei absoluten Favoriten. Ich war auch mehrmals in Konzerten von einem sehr interessanten Orchester oder Aufführungen wie „Das Phantom der Oper“, was deutlich zeigt, dass Amerika mehr zu bieten hat als Partys und Alkohol, wie es Filme doch gerne aufzeigen. Außerdem habe ich die Rassenprobleme, das heißt Rassismus und Unterschiede von Schwarz und Weiß, hautnah mitbekommen. Eine halbe Stunde von meinem Gasthaus lag nämlich der Ort Ferguson, in dem letzten Sommer Michael Brown erschossen wurde, was Demonstrationen und Gewalt nach sich zog. So konnte man auch die schlechten Seiten des Landes unbegrenzten Möglichkeiten kennenlernen, was definitiv zur Austauscherfahrung dazugehört.

Doch was haben mir all diese Erfahrungen gebracht, oder haben sie überhaupt etwas gebracht?
Und ich muss sagen: Ja! Ja, ich würde es nochmal machen. Ja, es ist nicht einfach. Und ja, ich würde es jedem anderen empfehlen. Man lernt selbstständiger zu werden, sich Menschen anzunähern und sein Leben anders wahrzunehmen. Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich vorher war und bereue es nicht im Geringsten. Ich fühle mich erwachsener und ein Stück unabhängiger, weil ich weiß, was ich alleine schaffen kann. Ich stehe auch noch immer mit Amerikanern in Kontakt und werde diesen Kontakt auch weiterhin pflegen.

Abschließen lässt sich sagen, dass ich an Lebensfreude dazu gewonnen habe und ich bin allen Menschen dankbar, die mir das alles ermöglicht haben.

 

Leon Kutscher

Pauline beim Girls’Day 2015

Nachdem der Girls’Day dieses Jahr auf Grund von Bahnstreiks vom 23. April auf den 18. Juni verschoben wurde, freue ich mich, dass ich Pauline persönlich in meinem Büro begrüßen durfte. Ich hoffe, ich konnte Pauline einen ersten guten Einblick in meine Arbeitswelt verschaffen und all ihre Fragen beantworten.

Ein Erfahrungsbericht Paulines findet sich im Artikel.

Pressemitteilung: Bund stellt 400.000 Euro für Sanierung der Kirchenfenster an der Kirche St. Maria zur Wiese (Wiesenkirche) in Soest bereit

In seiner Sitzung vom 17. Juni hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über die Freigabe von finanziellen Mitteln für den Denkmalschutz abschließend entschieden. Das Bundeskanzleramt hatte zuvor dem Haushaltsausschuss eine Liste von Projekten vorgelegt, die im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogrammes V (2. Tranche) vom Bund gefördert werden sollen. Der Haushaltsausschuss hat nunmehr 20,8 Millionen Euro Bundesmittel für den Denkmalschutz freigegeben. Gefördert werden so 124 Baudenkmäler.

Abgeordneter vor Ort in Welver am 20. November 2014

Der „Welvertag“ endet mit dem Dämmerschoppen. Dieser Tagesabschluss fand in der Gaststätte „Kupferkanne“ statt, wo ich mit den Genossinnen und Genossen über bundes- und kommunalpolitische Themen, wie Abrüstungspolitik, Flüchtlingsströme etc. diskutierte.

Viele der Anwesenden interessierte meine Position zum Thema „Fracking“. Hierbei vertrete ich eine klare Linie:Der Schutz von Trinkwasser und Gesundheit stehen an oberster Stelle. Außerdem dürfen keine umwelttoxische Substanzen beim Fracking zur Anwendung kommen oder ins Grundwasser gelangen. Die in der Diskussion befindlichen Regelungen werden die Anwendung des unkonventionellen Fracking als Fördermethode von Gas unmöglich machen, da die Umweltanforderungen nicht erfüllbar sind.  – Die negativen ökologischen Folgen der Fracking-Methode zur unkonventionellen Förderung von Erdgas sind nicht beherschbar. Deshalb darf sie nicht zur Anwendung kommen.

Abgeordneter vor Ort in Bad Sassendorf am 26. März 2014

Am 26. März 2014 habe ich in Bad Sassendorf meinen „Abgeordneter vor Ort“-Besuch durchgeführt.

Beginnend mit einem Besuch beim Unternehmen tri-colore Design GmbH im Industriegebiet Lohner Klei – Süd. Seit 18 Jahren lässt das Unternehmen hochwertige Gartenmöbel nach eigenem Design in Vietnam produzieren. Herr Jauns (Projektleiter) erzählte uns, dass das Unternehmen auf beste Arbeitsbedingungen achtet sowie auf eine saubere, gute Holzverarbeitung.

Dann musste ich mich etwas sputen, da mich bereits Herr Bredensteiner, Leiter des Gäste- Information & Marketing Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf GmbH, erwartete. Mich begleiteten der Bürgermeisterkandidat Wolfgang Geisler und die Parteikollegen. Herr Bredensteiner wartete bereits mit Dr. Oliver Schmidt, dem Projektleiter, der uns über den aktuellen Stand des Regionale-Projekts „Westfälische Salzwelten“ informierte. Das Treffen fand direkt in und um die Kulturscheune auf Hof Haulle statt, die ich in der Form hier noch nicht gesehen hatte. Als Mitglied im Tourismusausschuss interessierte mich natürlich besonders, was Herr Bredensteiner zum Gesundheits-Tourismus für Bad Sassendorf zu sagen hat.

Über den aktuellen Stand in der Reha-Behandlung hielten uns dann beim Mittagessen Dr. Rieger und Dr. Schönle auf dem Laufenden. Leider blieb ich nicht all zu viel Zeit, da ich im Mehrgenerationenhaus und im Ev. Johanna Volke Familienzentrum erwartet wurde. Diese beiden Einrichtungen sind sehr gut miteinander vernetzt. Sehr interessant: Das Familienzentrum bildet Leih Omis und Opis aus, sowie auch die Babysitter, die dann auch vom Familienzentrum vermittelt werden. Das Mehrgenerationenhaus unterstützt das Zentrum bei der Vernetzung und Vermarktung.

Den Abschluss des Tages bildete das Gespräch mit den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins. Hier erörterten wir viele Bundes- und kommunalpolitische Fragestellungen.

Abgeordneter vor Ort in Warstein am 24. März 2014

Ich war am 24. März 2014 wieder unter meinem Motto „Abgeordneter vor Ort“ im Wahlkreis unterwegs.

Seit ich Mitglied des Bundestages bin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, in regelmäßigen Abständen möglichst für einen ganzen Tag in einer Stadt oder Gemeinde meines Wahlkreises viele Besuche abzustatten. Dies hat sich sehr bewährt.

An diesem Tag war ich in Warstein und habe bei einer Pressekonferenz Leon Kutscher vorstellen dürfen, der im August über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) mit mir als Paten als „deutscher Botschafter“ in die USA entsandt wird. Ja, mit erst 15 Jahren ist es für ihn und wohl auch für die Eltern eine echte Herausforderung. Der schon so selbstbewusste Leon will als noch selbständiger werden; ich jedenfalls freue mich, dass ich ihn während der zwölf Monate begleiten kann. (Interview auch auf meiner Homepage nachzulesen)

Nächste Besuchsadresse war die LWL-Klinik Warstein, wo es hauptsächlich um das neue Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) ging. Diese Klinik kenne ich bereits seit Jahren und freue mich immer wieder mit der Klinikleitung Helmut Bauer (Kaufmännischer Direktor), Dr. med. Josef J. Leßmann (ärztlicher Direktor) und dem Pflegedirektor Magnus Eggers ins Gespräch zu kommen. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele neue Informationen ich mitnehme, hier z.B. war ich recht erstaunt, dass ein großer Anteil der Patienten zwischen 17 und 22 Jahr alt ist. Dabei interessiert mich natürlich sehr, welches die Ursachen für Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen sind. Diese Frage stelle ich auch beim anschließenden Besuch im Familienzentrum. Hier komme ich mit Erzieherinnen und Eltern ins Gespräch und wir erörtern genau dies.

Auch bin ich mit dem Vorstand des Hirschberger Tourismus Vereins ins Gespräch gekommen. Die Geschäftsführerin Doris Baronowsky, der Vorsitzende Stefan Bobath und der Kassierer Wilfried Hirnstein haben mir bei einem Rundgang im Ort die Vorzüge von Hirschberg gezeigt. Der Nachbau des Hirschberger Tor (kleiner als das Original) wurde für die 700 Jahr Feier errichtet. Wie bereits in Vorjahren nimmt das Dorf auch in 2014 am Kreiswettbewerb: „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Es gibt, wie die Geschäftsführerin sagt, viel zu tun, um Hirschberg für Urlauber noch attraktiver zu machen. Hierzu hatte auch ich –  als Mitglied im Tourismusausschuss – einige Ideen. Hirschberg sollte mehr auf Wanderurlaub setzten, sowie verstärkt Urlauber aus den Niederlanden anlocken.

Zum Abschluss des Tages habe ich den Parteikolleginnen und -kollegen über meinen Tag in Warstein ebenso wie über meine Arbeit in Berlin berichtet. Ich bin immer wieder erfreut über das große Interesse, das mir entgegen gebracht wird. Allen, die mich empfangen haben, möchte ich meinen herzlichsten Dank aussprechen!

Abgeordneter vor Ort am Möhnesee am 29. August 2013

Am 29. August 2013 war ich unter dem Motto „Abgeordneter vor Ort“ am Möhnesee.

Um 9 Uhr empfing mich bereits im Pankratiuskindergarten in Körbecke die Leiterin Anja Nicolin.

Abgeordneter vor Ort in Erwitte am 6. März 2013

Dr. Beatrice Spenner führt mich mit meiner Delegation durch das Werk

Am 6. März 2013 war ich mit den SPD Genossen aus Erwitte und Marlies Stotz MdL zu Gast bei den Spenner-Zementwerken. Dr. Beatrice Spenner führt uns durch das Werk.

Abgeordneter vor Ort in Wickede am 29. August 2012

Ich ließ mir, zusammen mit meiner Mitarbeiterin Daniela Scharf, die Einrichtung von der Kita-Leiterin Marita Dünnwald (Mitte)und Frau Modler, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung (nicht im Bild) zeigen. Ich war von der Einrichtung und dem Kindergartenkonzept beeindruckt. Was mich natürlich besonders interessierte: Wo bei Frau Dünnwald und ihrem Team der „Schuh drückt“.